Die Arbeiten an der gesamt Chronik der Feuerwehr Plaußig mit Stand vom 25.12.2011 sieht 90 Seiten vor, wobei die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind und es aber auch noch einige Zeit bedarf. Diese Internetfassung der Chronik ist nur eine kurze Auflistung der Ereignisse.
Ich bedanke mich bei allen, die mich bei der Arbeit für diese Chronik unterstützt haben, doch vor allem soll auch hier ein Name erwähnt werden, dessen besonderen Dank gelten soll,
dem Hauptbrandmeister der Berufsfeuerwehr Leipzig, Reinhard Steffler.
Ich hoffe ich hab ihr Interesse geweckt um sich mal über die Feuerwehr Plaußig Informierenund zu verstehen das wenn wir mit Martinshorn und Blaulicht durch den Ort fahren das nicht aus Spaß machen.
Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit
Brandmeister Ronny Heyne
Zur Geschichte der Ortschaft Plaußig
Plaußig, ein Dorf mit Rittergut, am Stadtrand von Leipzig gelegen, am 1.September 1995 als Ortsteil nach Leipzig Eingemeindet, wurde erstmals am 9.August 1275 urkundlich erwähnt.
Es liegt im Landschaftsschutzgebiet "Parthenaue" und hat eine Flurgröße von 465 ha.
Das Rittergut war bis zum Jahre1890 in Privatbesitz und wurde danach an das Johannishospital nach Leipzig verkauft.
Im 17. Jahrhundert war es auch Wohnsitz regierender Bürgermeister Leipzigs.
1648 erwarb der Patrizier und Leipziger Handelsherr Sieber das Rittergut.
Sein Sohn Johann Georg Sieber, zugleich Ratsbaumeister in Leipzig, ließ in den Jahren 1726 bis 1742 Kirche, Pfarrhaus und Schule neu bebauen, die auch heute noch im Ort so wie damals vorhanden sind und auch noch heute genutzt werden.
Plaußig besaß durch den Gutsherrn eine eigne Gerichtsbarkeit.
Der Ort ist ein Schmuckstück innerhalb der Parthenaue.
Es loht sich immer - wie in der "guten alten Zeit" eine Wanderung durch die Parthenaue und die Parthendörfer von Thekla über Portitz uns Seegeritz nach Taucha zu unternehmen.

Plaußiger Kirche um 1850
Plaußig-Portitz Heute:
Der Ortsteil Plaußig-Portitz (Nummer 15) der Kommunalen Gliederung der Stadt Leipzig gehört zum StadtbezirkNordost. Er ist 7,3 km² groß und hat 2.349 Einwohner (Stand: 31.12.1997).

Der Ortsteil entstand durch Beschluss der Leipziger Ratsversammlung zum 01.09.1995 aus dem vorherigen OrtsteilPortitz und der eingemeindeten Gemeinde Plaußig. Er umfasst den größten Teil derGemarkung Portitz (im Süden; mit dem alten Ortskern Portitz, der Moränensiedlung, der Kögelsiedlung, der Krätzbergsiedlung und der Teichsiedlung) sowie die gesamte GemarkungPlaußig (im Norden; mit dem alten Ortskern Plaußig).
Er wird begrenzt von den Gemarkungsgrenzen zu Seehausen und Hohenheida im Norden, den Gemarkungsgrenzen zu Merkwitz, Seegeritz, Graßdorf und Taucha im Osten, der Bundesautobahn 14 im Süden sowie der Bundesautobahn 14, der Stralsunder Straße und der Gemarkungsgrenze zuThekla im Westen.

Zur Geschichte der Feuerwehr Plaußig
Nach jetzigen Erkenntnissen wurde erstmalig im Jahr 1744 ein Mandat zur Einrichtung und Beobachtung einer Feuerordnung erstellt.
Am 30.12.1752 erstellt der Dorfrichter Peter Schröter, einen Nachweis über vorhandene
Feuerwehrgeräte im Dorf.
Diese Nachweise werden später vom Dorfrichter Christian Götzin den Jahren 1766 und
1801 erweitert.
Über diese Nachweise kann man auch sehen wer im Dorf Nachbarn sind und welche
Feuerlöschgeräte vorgehalten werden mussten.
Um 1850 besitzt die Feuerwehr eine große Feuerlöschspritze die von 4 Pferden gezogen
werden muss, das Spritzenhaus befindet sich am Gottesacker.
In diesem Jahr wird die Feuerwehr auch nach Seegeritz beordert, dort brennt
Oelzners Schneidermühle.
In den Jahren 1877 bis 1879 hat Plaußig 354 Einwohner, die Feuerwehr Plaußig ist eine
Pflichtfeuerwehrund in diesen 3 Jahren werden Jährlich 12 Mark für das Feuerlöschwesen
ausgegeben. Bei dieser Pflichtfeuerwehr handelt es sich nach jetzigem Stand noch nicht um
eine solche Pflichtfeuerwehr wie wir es heute kennen, die Ausgebildet und Organisiert ist.
Es ist eher so, dass wenn gestürmt wurde (Alarmierung der Feuerwehr erfolgte), alle Leute
des Orts an der Brandbekämpfungteilnahmen, es gab keine Ausbildung und Organisation
der Mannschaften.
Am 5.1.1897 wird der Gemeindevorsteher Herr Heinitz vom der Königlichen
Amtshauptmannschaft beauftragt zur Schaffung, Organisation und Uniformierten
Feuerwehrcompanie im dasigen Orte ins Leben zu rufen und diesem Zwecke einen Statut
beifügen, nach welchen sich eine Feuerwehr bilden kann.
Desweiteren wird im April 1897 sich damit beschäftigt eine neue Handdruckspritzt
zu erwerben, welche am 23.05.1897 übergeben wird, hierbei handelt es sich um eine klein Landspritze (Doppelkolben Handdruckspritze)für 1156 Mark der Leipziger Firma G.A. Jauck.

Original Pumpenschild der Plaußiger Handdruckspritze
Nach den Bemühungen von 1897 zur Schaffung einer Feuerwehr unterschreibt am
23.09.1903 der Gemeindevorstand Hermann Heinitz und der
Gutsvorsteher Richard Pautzmann die Feuer-Löschordnung für die
Gemeinde Plaußig mit Gutsbezirk. Diese wird am 19.12.1903 vom Königlichen
Amtshauptmann Thiele in Leipzig bestätigt. In der Folge werden im Frühjahr eine Aufstellung
der Mannschaft vorgenommen und im Laufe des Jahres drei Hauptübungen nach Aufruf
durch den Gemeindevorstand durchgeführt. Die Feuerwehr Plaußig ist zur damaligen Zeit
eine Pflichtfeuerwehr.
Das Jahr 1903 geht somit als Gründungsjahr der Feuerwehr Plaußig auf der Grundlage des
Merkblattes 11/01_05 des VFDB Alters- und Existenzbestimmung einer Feuerwehr einher.
In der Feuerlöschordnung ist genau beschrieben wie viel Rettungs- Spritzen und
Absperrmannschaften bestehen, wie sie Auszubilden sind und wie viele Übungen
abgehalten werden müssen.
In den Jahren bis zum ersten Weltkrieg sind alle Anforderungen die an die Feuerwehr
Plaußig gestellt auch erfüllt wurden, selbst der Großbrand in Plaußig 1911 als der
Gutsstall und das Werkstattgebäude niederbrennt und alle umliegenden Ortschaften mit
ihren Feuerwehren bei der Brandbekämpfung mit ihren Handdruckspritzen unterstützten.
In der Zeit des ersten Weltkrieges sieht es in der Feuerwehr Plaußig nicht all zugut aus, viele
Männer verrichten ihren Wehrdienst an der Front.
In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg sieht es wieder in Reihen der Mannschaft besser aus.
Die Kriegsheimkehrer stärken die Reihen wieder.
Im Jahr 1941 gründet sich aus der Pflicht Feuerwehr die Freiwillige Feuerwehr Plaußig.
Hier wird davon ausgegangen das sich viele für den Feuerwehrdienst freiwillig meldeten um
den Wehrdienst zu umgehen.
Auch über die Jahre des zweiten Weltkrieges sind nur noch die älteren Kameraden im Ort
und die jüngeren Kameraden sind beim Wehrdienst.
1944 erhält die Wehr die erste Benzinmotorspritze von der Firma Flader aus Jöhstadt. Beim
Antransport durch den Kameraden Alfred Niemann und ein weitere Kamerad, mit dem Ford
des Gutes (Holzvergasser), mussten sie zweimal einen Schutzraum wegen eines
Luftangriffes aufsuchen. Bis zu diesem Datum war die Handdruckspritze von 1897 im
Einsatz.
So kommt es das auch das in der Zeit vom zweiten Weltkrieg Plaußig nicht ganz von
Luftangriffen verschont blieb.
Im Jahr 1944, am Tage nach einem nächtlichen Luftangriff auf Plaußig, werden am Mittag nach dem Läuten der Kirchglocken, zwei große Löscher im Scheunendach hinter dem Gerätehaus der Feuerwehr entdeckt. Eine Kontrolle ergibt das die Scheune die voll Bansen ist, von zwei Brandbomben getroffen wurden war, welche aber ihre Wirkung verfehlten.
Auch löst Erich Gründel, Alfred Niemann als Wehrleiter ab in diesem Jahr ab.

TS 8 (1944) und TSA (alter Notstromhänger 1945)(das Bild stammt aus den Fünfzigerjahren)
Durch einen weiteren Luftangriff am 19.02.1944 auf Plaußig und Umgebung kommt es das
die Scheune des Bauern Oskar Bock durch Abwurf von Brandbomben brennt,
das ist der erste Einsatz der neuen Motorpumpe, eine Brandwache muss immer wieder die
ganze Nacht Flammenablöschen. Die Versorgung stellt in dieser Nacht die Familie
Göttsching (auch Werner Göttsching) mit Butterbrote sicher.
Am Haus der Familie Hamann liegt eine Brandbombe auf dem Haussims, die anderen
Brandbomben fällen Nördlich von Plaußig auf ein Feld und richten keinen Schaden an.
Im August 1944 durch einen Luftangriff geht die Scheune Richtung Hohenheida in
Flammen auf, das ist der zweite Einsatz der neuen Pumpe.
Die Amerikaner besetzen 1945 Plaußig und benutzen eine TS 8 von der Feuerwehr zum
waschen ihrer Fahrzeuge, nach dem die Amerikaner die Ortschaft verlassen hatten, ist auch
die TS 8 verschwunden. Vor diesem Zeitpunkt, besaß die Feuerwehr Plaußig zwei TS 8.
( TS 8 =Tragkraftspritze 800 Liter/min.)
Durch die Kriegsheimkehrer Werner Niemann, Werner Göttsching und Stanislaus Bajek
(Staro) im Jahre 1945 und 1946 erhält die Feuerwehr Plaußig drei junge Männer die frischen
Wind in die Reihen der älteren Generation der Feuerwehr bringt.

Bild um ca.1950 vorn links Werner Niemann, dritter von links vorn Werner Göttsching und
rechts daneben Stanislaus Bajek
In der Nachkriegszeit ist Fritz Köhler Wehrleiter, dieser wird aber 1958 als Wehrleiter
abgesetzt und Werner Niemann wird neuer Ortswehrleiter.
1959 wird das alte Gerätehaus abgerissen was den damaligen Stand nicht mehr
entsprach und an der gleichen Stelle durch die Feuerwehr und die Bürger von Plaußig neu
aufgebaut.
Im Januar 1960 ist das neue Gerätehaus fertig ausgebaut und wird nun durch die
Feuerwehr bezogen.
Jährliche Bewertungen durch den Wirkungsbereich benotet immer wieder das Gerätehaus
mit der Note sehr gut.

Bild vom Gerätehaus von 1973
Am Sonnabend den 09.05.1964 brennt die Feldscheune in Portitz, in der Grundstraße.
Gegen 18 Uhr, meldet ein Bürger von Portitz den Brand, eine sofortige Alarmierung der
Wehr führte dazu dass sich 14 Kameraden am Gerätehaus einfanden.
Beim Eintreffen brennt die Scheune in voller Ausdehnung.
Wir nahmen unter Hilfe des Unterflurhydranten im Bogenweg den Kampf gegen
die Feuersbrunst auf.
Viele Lösch- und Tanklöschfahrzeuge der Abteilung Feuerwehr( Berufs Feuerwehr) trafen
ein und bekämpften mit allen Mitteln das Feuer, der Brandherd wurde Lokalisiert und
danach ganz gelöscht.
Der Brandschaden beläuft sich auf 44000 DM.
1964 wird ein neuer TSA (Tragkraftspritzenanhänger) durch den Rat der
Gemeinde beschafft.

Im Sommer 1965 wird nach lagen Kampf mit den zuständigen Stellen eine Sirene auf dem Dach des Gutsstalls installiert, bis dahin wurde meist durch den Wehrleiter der mit dem Rad durch den Ort fuhr und ins Feuerhorn blies Alarm gegeben.
Am 15.11.1967 bildet sich in der Feuerwehr Plaußig eine Frauengruppe unter der Leitung der Kameradin Inge Holling, diese Gruppe übernahm hauptsächlich die Aufgabe der Brandschutzkontrollen und bei Einsätzen rückten sie genauso wie die Männer mit aus.
1974 wird die Parthenbrücke neu erbaut, leider fiel dabei die Saugstelle dem neuen Bauwerk zum Opfer, die Baufirma wurde beauftrag eine neue Saugstelle rechts neben der Brücke zu errichten.
Sowie in diesem Jahre auch die Winzer Feldscheune durch Brandstiftung nicht gelöscht werden konnte und man sie kontrolliert abbrennen lies.
1976 erhält die Feuerwehr Plaußig ihr erste Löschfahrzeug ein LF 8 STA vom Typ LO Robur,
daraufhin wird die Feuerwehr Plaußig dem 51. Brandschutzzug zugeteilt.

Für dieses Fahrzeug musste nun auch eine passende Garage gesucht werden, da das
Gerätehaus zu klein war. Schließlich wurde das Fahrzeug in einer Garage der Firma
Sänger bis 1994 untergestellt.

Mit diesem neuen Fahrzeug erhielten wir auch im Juni 1976 ein Funkgerät so dass immer eine Meldung beim Aus- und Einrücken abgegeben werden sollte.
1977 wird ein kleiner Anbau am Gerätehaus notwendig um die Einsatzsachen, Gerätschaften und den Anhänger unterstellen zu können.

(Bild von 2003)
Im Jahr 1977 erhielt die Feuerwehr auch die ersten sechs Druckluftatemgeräte, bis dahin waren nur Masken mit Filter im Einsatz gewesen.

Am 21.12.1978 brennt der Jugendclub von Plaußig, durch unsachgemäße Verkleidung des Schornsteines, nach einer Stunde ist der Brand mit Unterstützung der Feuerwehr Taucha gelöscht.
Nach 30 Jahren tritt am 31.12.1987 Werner Niemann als Wehrleiter zurück, neuer Wehrleiter wird Rolf Löbner.

Gruppenbild 1987 von links Rolf Löbner, Roland Losse, Werner Niemann, Werner Göttsching, Stanislaus Bajek, Thomas Niemann, Roland Emmerich, Reinhard Schulze, Lothar Feist
Im August 1987 wird unser Löschfahrzeug neu Lackiert und erhält die Bauchbinde mit Aufschrift.
Gruppenbild von 15.10.1997
Mit der Zeit zur Wende in Deutschland und mit dem Fall der Mauer und der bevorstehenden
Wiedervereinigung Deutschlands stellte man sich auch in der Feuerwehr die Frage „wie
geht’s weiter?“.
Der Auftrag zum Schutz von Leben und Sachwerten bestand ja natürlich weiter.
Mit der Wahl einer neuen Gemeindevertretung am 9. Mai 1990 erhielt die Freiwillige Feuerwehr auch einen neuen Dienstherren.
Manfred Grimm als neuer Bürgermeister war bemüht, die Ausstattung der Wehr zu verbessern. Es wurden auch teils aus der Gemeindekasse oder über das Landratsamt erste Beschaffungen nach bundesdeutscher Norm getätigt.
Ein Zufall ergab 1990, dass bei einer Veranstaltung der Kirchgemeinde ein Posaunenchor
aus Kirchboitzen (Niedersachsen) anwesend war. Zwei Bläser des Chores waren ebenfalls
Feuerwehrmänner. ( Wehrleiter Hans-Heinrich Holert und Friedel Wöhlke)
Es fanden ausführliche Gespräche statt über das jeweilige Leben in den Wehren.
Daraus Gründete sich eine freundschaftliche Partnerschaft mit der Feuerwehr Südkampen an.
1991 werden die Wirkungsbereiche und die Brandschutzzüge der ehemaligen DDR
aufgelöst, das Sächsiche Brandschutzgesetz wird mit der Fassung vom 02.07.1991
veröffentlicht. Ab dem 31.12.1991 muss jede Feuerwehr eine gültige Satzung aufweisen.
Die Feuerwehr Plaußig tritt dem Kreisfeuerwehrverband e.V. bei.
1993 erhält die Feuerwehr ihre ersten Pager der Firma Swissphone (roter Hahn) die neun
„Piepser“ werden kurze Zeit später an die Kameraden ausgegeben.
Der Brand bei der Firma Sänger im Jahre 1994 um 11:20 Uhr in der Werkstatt,
der durch Schweißarbeiten an einem PKW ausgelöst wurde,
musste Marko Richter der durch Rauchgase bei der Brandbekämpfung verletzt wurde
durch einen Rettungswagen ins Bundeswehr Krankenhaus gebracht werden.


Die neue Einsatzkleidung von 1994 links, löst die DDR Einsatzbekleidung die 1960 beschafft
wurden ab.
Der Umzug am 11.11.1994 von der Garage der Firma Sänger in die neue Garage im
Schenkhof mit dem Löschfahrzeug, somit muss nur noch 100 Meter vom Gerätehaus bis zur
Garage im Einsatzfall zurück gelegt werden. Früher musste einer immer durch den halben
Ort laufen um das Löschfahrzeug aus der Garage zu holen.

Mannschaftsbild vom 1994, im Hintergrund die neue Garage, später werden die Tore in RAL Rot gestrichen
Am 01. September 1995 wird die Gemeinde Plaußig nach Leipzig eingemeindet und die
Feuerwehr Plaußig wird der Feuerwehr Leipzig unterstellt und nennt sich nun Freiwillige
Feuerwehr Leipzig-Plaußig.
Am 31.10.1996 bekommt die Feuerwehr die Neueinkleidung der Kameraden nach HUPF.

In der Zeit vom 15.-20.5.1997 findet in Plaußig dasSeven Treffen statt, es folgten Tag und
Nachtwachen um diese Treffen und die Fahrzeuge abzusichern.

Am 20.09.1997 nehmen wir erstmalig am Stadtausscheid der Feuerwehren im
Löschangriff teil, wir wurden überraschend zweiter, wobei uns Gunter Losse diesen Platz
rettete und die TS 8 unter voll gas auf dem Podest fest hält, damit sie nicht den Boden
berührt und wir ausscheiden.

Durch die Eingemeindung ändert sich das Ausrückegebiet, was um ein vielfaches vergrößert wurden ist, auch die Einsatz zahlen springen in die Höhe nicht selten werden 30 bis 40 Einsätze im Jahr gefahren.Diese hohen Einsatzzahlen und auch die Zahlen der Technischen Hilfeleistung machen es notwendig auch die Technik zu verbessern, deswegen wird uns ein VRW B1000 ( Vorausrüstwagen auf B1000) übergeben, Florian Leipzig 16-50-1, dieser ist vom 14.04.1998 bis 03.12.1998 in Plaußig


Am 03.12.1998 erhalten wir das neue Fahrzeug, ein Staffel Hilfeleistungs Löschfahrzeug (SHLF) im Wert von 320000 DM.
Am 01. Februar 1999 wird die Jugendfeuerwehr Plaußig durch Markus und Ronny Heyne ins Leben gerufen, diese Jugendgruppe bildet heute den Nachwusch unserer Feuerwehr. Fast alle Kammeraden die derzeit ihren Dienst verrichten kommen aus den Reihen der Jugendwehr.
Der erste Großbrand mit dem neuen Löschfahrzeug am 08. Mai 1999 in der ehemaligen GUS Kaserne, in der Torgauerstraße, 3 Stunden kämpften wir mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr gegen das Feuer. Bei diesem Einsatz bewährte sich die neue Technik.

Wir erhalten einen Mercedes Vito als Mannschaftstransportwagen am 02. Juni 1999.

Auch die Neue Technik muss untergestellt werden so werden im Jahr 1998- 1999 die alten
Traktorhallen auf dem Schenkhof umgebaut.
Die Arbeiten an der neuen Fahrzeughalle werden fertiggestellt und am 25 September 1999
an uns übergeben.

Am 29.11.2002 hört Rolf Löbner als Ortswehrleiter auf und als neuer Wehrleiter wird Markus Heyne gewählt.
Zu einer Geschichte die heute immer noch erzählt wird, kam es 07.06.2003 durch die
Alarmierung zumVerkehrsunfallPKW gegen einMotorrad, eine verletzte Person sowie
auslaufende Betriebsstoffe.
Bei der Alarmierung ist gerade Jugendfeuerwehrdienst und ein Teil der Einsatzabteilung
war gerade mit dem LF 8 (LO) am Teich um dort mit der TS 8 am offenen Gewässer zu
saugen, nach der Alarmierung bestimmt Ronny Heyne eine älteren Jugendfeuerwehrmann
der die Kinder zum Gerätehaus bringen soll und die Technik sollte vor Ort
bleiben und später geholt werden.
Als die Kräfte der Einsatzabteilung weg sind beschließen die Kinder die Technik zu
verladen und da die Kinder den LO nicht fahren dürfen beschließen sie das Fahrzeug zum
Gerätehaus zuschieben, es werden zwei Kinder ans Steuer gesetzt der eine fürs links und
der andere fürs rechts Lenken, als sie an der Kreuzung Seegeritzerstraße Plaußiger
Dorfstraße waren, kam Alf Richter den Kinder zu Hilfe und fuhr das Fahrzeug ins
Gerätehaus.
In der Zeit vom 13.-15.06.2003 feierte die Feuerwehr Plaußig 100 Jähriges Bestehen.
Das Festprogramm sieht folgendes vor.
13.06. Festveranstaltung mit vielen Glückwünschen der umliegenden Wehren, sowie
Auszeichnungen von Kameraden.
14.06. Löschangriff auf dem Sportplatz, von 8 Mannschaften erreichten wir den 6. Platz.
Am Nachmittag große Fahrzeugausstellung von Historischen sowie neuen Fahrzeugen auf
der Plaußiger Dorfstraße.
Sowie eine Vorführung über den Wandel der Feuerwehr Plaußig von der Jugendfeuerwehr.
15.06. findet ein Fußballturnier auf dem Sportplatz statt, wir werden überraschend 4.
Am Nachmittag findet ein Wettkampf Oberdorf gegen Unterdorf statt.
Am 19.10.2005 wird die Wehr durch die neuen Vorschriften nach Hupf neueinkleidet.
Einer der schlimmstenEinsätze der Feuerwehr ist am 14.01.2006 um 09:37 Uhr, bei einem
Wohnungsbrand werden nach der Ankunft noch 3 Kinder in der Brandwohnung vermisst,
eine Menschenrettung wird sofort durchgeführt und alle drei Kinder aus der brennenden
Wohnung geholt, ein Kind musste Reanimiert werden, welches aber später im Krankenhaus
verstarb.
Am 07.05.2006 findet das 1. Plaußiger Schmettenrennen statt, die Aktive Wehr holt den 2
Platz im Fahrzeugdesign und die Jugendfeuerwehr den 1. Platz.


Im Juni 2006 finden in Leipzig vier Spiele der Fußball Weltmeisterschaft statt, wo wir
unterstützen in dem wir den Meldekopf am Station Süd betrieben und Tragekräfte stellten.
Am 02.05.200 bekommen wir ein Löschgruppenfahrzeug (LF16-12) von der Berufsfeuerwehr
Leipzig.

11.12.2009 bekommen wir das neue Generalüberholdes Hilfeleistungs Löschfahrzeug.
Wobei nur die Fahrerhaus und der Rahmen vom alten Fahrzeug sind

Durch dieses neue und größere Fahrzeug springen auch die Einsatzzahlen im Jahr 2011 auf 81 Alarme, aber auch die First Responter Einsätze werden immer mehr, das bedeutet das die Feuerwehr mit dem Löschfahrzeug zu medizinischen Notfällen gerufen wird.
Was natürlich auch eine spezielle Ausrüstung und Ausbildung erfordert.



